Am Samstag in Bingen, am Sonntag kommt Langweid
Sechs Wochen lang gab es für die SV Böblingen kein Spiel, jetzt kommen im Abstand von 16 Stunden gleich deren zwei. So ist er halt, der Bundesliga-Terminplan im Frauen-Tischtennis.
Zur Erinnerung: Zweimal hat die SVB bisher gespielt, einmal gewonnen, einmal verloren. Am Samstag um 18.30 Uhr gastiert die SVB bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim. Letztes Jahr hieß der Verein noch schlicht Hassia Bingen, doch bei Hassia gab es finanzielle Probleme. Also ent-schlossen sich die Verantwortlichen zum Vereinswechsel. In Bingen, der „heimlichen Hauptstadt des deutschen Weins“, wie es im städtischen Internet-Auftritt heißt, hängen die Trauben hoch. Das musste die SV Böblingen bei ihrer 3:6-Niederlage vor einem Jahr erfahren. Da es personell in beiden Teams seither keine Veränderung gab, wird es für Böblingen nicht einfacher werden. Ding Yaping spielt nach wie vor auf hohem Niveau. Nationalspielerin Zhenqi Barthel ist am Spitzenpaarkreuz am ehesten zu schlagen, Dana Hadacova und Laura Robertson spielen an drei und vier.
Ganz anders ist die Ausgangslage am Sonntag um 10.30 Uhr, wenn der TTC Langweid im Böblinger Tisch-tenniszentrum seine Aufwartung macht. Die Langweiderinnen waren zwischen 1996 und 2007 nicht weniger als achtmal deutscher Meister. Aktuell haben sie jedoch Probleme. Nur die Japanerin Aya Umemura und Katharina Schneider sind aus dem letzten Meisterteam noch übrig geblieben. Xue Han Vukelja kam dazu. Außerdem Laura Matzke, doch diese hat sich nach dem ersten Sai-sonspiel verletzt. Deshalb reichte es bisher in fünf Partien zu keinem einzigen Pluspunkt für Langweid. Auch die Spiele-Ausbeute von 6:30 ist bescheiden.
Die SV Böblingen geht also am Sonntag als Favorit in die Partie, darf aber den Gegner nicht unterschätzen und womöglich gar aufbauen. Für Qianhong Gotsch, Nicole Struse, Xu Yanhua und Rosalia Stähr gilt es, die Müdigkeit vom Samstag-Spiel abzustreifen und gegen Langweid hundert Prozent zu geben. Auf dass sie dem Publikum wie gewohnt ein großes Spektakel bieten. Spitzenspielerin Qianhong Gotsch: „Wir sind alle vier topfit und freuen uns darauf, endlich wieder einmal zusammen Bundesliga zu spielen.“ Rosalia Stähr hat die punktspielfreie Zeit genutzt und beim Top-48-Turnier des deutschen Tischtennisbundes Platz drei belegt. Damit hat sie sich für das Bundesranglistenfinale am 3. Dezember in Seligenstadt qualifiziert.
Die Spiele am Wochenende: Kroppach-Bingen (Freitag), Bingen-Böblingen (Samstag), Tostedt-Kroppach, Böblingen-Langweid, Berlin-Schwabhausen (alle Sonntag).


















