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4 Ehrenpunkte gegen Berlin

Die SV Böblingen spielte Tischtennis gegen die beste Mannschaft Europas. Sie holte nicht einen, zwei oder drei sondern gleich vier Ehrenpunkte! "Nur" 6:4 für TTC Berlin Eastside.

Jeder rechnete mit einer schnellen Partie, obwohl bei Berlin Shan Xiaona fehlte. Doch die SVB leistete drei Stunden und 15 Minuten lang dem Deutschen Meister und Champions-League-Sieger erbitterten Widerstand. Es begann schon in den Doppeln, die allein 55 Minuten dauerten. Kraft/Kaim unterlagen zwar in drei Sätzen, doch Gotsch/Stähr lieferten sich mit Pota/Hamamoto einen leidenschaftlichen Kampf. Fünf Sätze lang ging es hin und her, am Ende gewannen die Böblingerinnen mit 11:6. Qianhong Gotsch zeigte ihre große Klasse gleich auch im Einzel. Gegen die Ungarin Georgina Pota, immerhin die Nummer 33 der Weltrangliste, war sie in Abwehr und Angriff souverän und gewann in drei Sätzen. 2:1-Führung für Böblingen. Rosalia Stähr hielt gegen Petrissa Solja gut mit, holte aber nichts Zählbares. 2:2 zur Pause.

Dann der nächste Knüller: Theresa Kraft gegen Chantal Mantz, die Jugend-Europameisterin 2014. Mit 2:11 und 1:11 gab die Böblingerin die Sätze zwei und drei ab, das verhieß nichts Gutes. Doch plötzlich legte Theresa Kraft den Schalter um, machte enorm Druck und triumphierte mit 11:7 und 11:9. Julia Kaim konnte gegen die starke Japanerin Yui Hamamoto nichts ausrichten. Immerhin aber 3:3 der Spielstand, der Meister kam ins Schwitzen. Noch mehr, als Qianhong Gotsch wieder ihren großen Auftritt hatte. Gegen Petrissa Solja, im August in Rio Silbermedaillen-Gewinnerin für Deutschland. 2:0 nach Sätzen ging "Hongi" in Führung. Die Berlinerin blickte wehleidig, sie fühlte sich nach einem medizinischen Eingriff am Fuß offensichtlich noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Das soll aber Hongis Leistung keinesfalls schmälern. 4:5 im dritten Satz, Auszeit der Böblingerin. Dann 7:5 für Qianhong Gotsch, Auszeit Berlin. Es half nicht. Hongi wehrte sensationell ab, brachte die Bälle wie an der Schnur gezogen nur Zentimeter über das Netz zurück. Ein Netzroller bringt das 11:8 für Böblingens Nummer eins. Riesenfreude bei Qianhong Gotsch, ihr gelang ein Sieg gegen die Nummer 17 der Weltrangliste! Nach Rosi Stährs Niederlage gegen Georgina Pota stand es 4:4. Wieder mal 4:4 gegen ein Klasse-Team, diese Situation hatte die Sportvereinigung auch schon vor vier Wochen gegen Vizemeister Kolbermoor und ging leer aus. Theresa Kraft hielt sich gegen Yui Hamamoto wacker, konnte aber gegen deren starke Rückhand-Topspins nichts ausrichten. Julia Kaim war gegen Chantal Mantz näher dran. Die Berlinerin machte mächtig Druck und holte sich die ersten beiden Sätze. Im dritten war dann plötzlich Julia Kaim mit 11:9 obenauf. Ging da noch was? Im vierten sah es lange danach aus. Die Böblingerin führte 7:4 und 10:7, Chantal Mantz blickte ratlos zur Trainerin. Doch dann war Julia Kaim zu passiv, Chantal Mantz kam zurück und gewann mit 12:10.

"Wir haben mit 2:1 und 4:3 zweimal gegen den Meister in Führung gelegen, das war schon ein tolles Gefühl. Es war mega spannend. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit den Leistungen sowieso. Schade nur, dass Julia ihr 10:7 nicht nutzte, wer weiß, wie der fünfte Satz gelaufen wäre", kommentierte SVB-Trainer Andrzej Kaim. "Das Spiel stand auf der Kippe, und ja, wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Aber auch mit einem 5:5 hätten wir noch deutscher Meister werden können", meinte TTC-Trainerin Irina Palina entspannt.

Die Ergebnisse (SVB zuerst genannt): Kraft/Kaim - Solja/Mantz 0:3, Gotsch/Stähr - Pota/Hamamoto 3:2, Gotsch - Pota 3:0, Stähr - Solja 0:3, Kraft - Mantz 3:2, Kaim - Hamamoto 1:3, Gotsch - Solja 3:0, Stähr - Pota 0:3, Kraft - Hamamoto 0:3, Kaim - Mantz 1:3.

 
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