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Unten: Jan Hartmann, Andrew Schönhaar, Luis Hornstein. Oben: Tim Kimmerle. Pascal Timke, Coach Henning Meier. (Foto: Tamara Papadopoulos)

Aufsteiger

Die Männer der SV Böblingen steigen in die Tischtennis-Oberliga auf. Erst zum zweiten Mal in ihrer fast 75-jährigen Geschichte.

Luis Hornstein, Andrew Schönhaar, Jan Hartmann, Tim Kimmerle und Pascal Timke haben sich das vor der Saison als Ziel gesetzt und sie haben es geschafft. Ein Böblinger, ein Schönaicher, zwei Stuttgarter und einer aus Filderstadt-Sielmingen. Also alle aus der Region. Über die ganze Spielzeit hinweg brachten die fünf und ihr Coach, Trainer-Legende Henning Meier, Top-Leistungen und setzten sich gegen die Turnerschaft Freiburg II durch. Die Meisterschaft stand sogar schon drei Spieltage vor Saisonschluss fest.
Gegen ein Team aus Freiburg gelang einer Mannschaft der SVB schon einmal der Oberliga-Aufstieg. In einem Entscheidungsspiel am 25. April 1965. Nach einem 8:8, Gleichheit auch nach den Sätzen aber der besseren Balldifferenz. Helmut Neusser, Peter Förster, Ernst Kegreiß, Hermann Dierich, Gerold Pfrommer und Siggi Hoyler hießen die Cracks damals. Gerold Pfrommer, noch heute oft Gast auf der Tribüne, erinnert sich: „Hermann Dierich und ich verloren zwar das letzte Doppel. Wir gewannen aber wenigstens einen Satz, das war letztendlich entscheidend.“
1965 war die Oberliga die Top-Liga. Es gab wie zuvor im Fußball die Oberligen Süd, Südwest, West und Nord. Die Besten spielten den deutschen Meister aus, eine Bundesliga gab es noch nicht. Heutzutage ist die Oberliga „nur“ die 5. Liga. Allerdings ist die Leistungsdichte im Tischtennis von heute mit der von vor 60 Jahren nicht vergleichbar.
Nur zwei Jahre hielt es die Böblinger übrigens in der Oberliga Süd, dann ging es wieder runter. 1985 war die SV Böblingen mit einem jungen Team um Jürgen Spengler wieder nahe dran, verpasste aber den Aufstieg als Vizemeister. Jetzt also wieder Oberliga, genauer Oberliga Baden-Württemberg, die unterste Bundesspielklasse. Passgenau zum 75-jährigen Jubiläum der Tischtennis-Abteilung im September. Bleibt zu hoffen, dass die Liga dann nicht nur zwei Jahre lang gehalten wird.