Schon 3:0 geführt
Rosalia Behringer (Foto: Volker Arnold)

Schon 3:0 geführt

Die Tischtennis-Frauen der SV Böblingen gaben eine 3:0-Führung her und verloren ihr Bundesligaspiel mit 3:6 gegen den deutschen Pokalfinalisten SV DJK Kolbermoor.

Die SVB spielte ohne Xu Yanhua, die Gäste ohne Ding Yaping. Tags zuvor legte Kolbermoor eine Spätschicht ein und mühte sich bis 21.30 Uhr zu einem 5:5 in Busenbach. Diese Tatsache und ein überragendes 2:0 für die SV Böblingen nach den Doppeln machten den Fans im Böblinger Tischtenniszentrum am Sonntagmorgen Hoffnung. Immerhin 200 Zuschauer, darunter viele Jugendliche die mächtig Stimmung machten, waren gekommen und füllten die Tribüne bis auf den letzten Platz.

Innerhalb nagelneuer Spielfeldabgrenzungen boten Mitsuki Yoshida/Annett Kaufmann gegen Ganina/Bondareva lange Zeit ein Angriffs-Feuerwerk. 7:3 führten die Böblingerinnen im fünften Satz, vertändelten sich dann jedoch und überließen den Gegnerinnen beim 10:11 einen Matchball. Am Ende jedoch ein nervenstarkes 13:11 für Yoshida/Kaufmann. Gotsch/Behringer machten es noch besser und gewannen gegen Lang/Zhang gar in vier Sätzen, wobei die frischvermählte Rosalia Behringer im Angriff beeindruckte.

Qianhong Gotsch begann gegen Lily Zhang beim 9:11 im ersten Satz zu hektisch. Dann brachte die Böblingerin Ruhe in ihr Spiel, ein 11:7 war die Belohnung. Auch im dritten Satz stand „Hongis“ Abwehr felsenfest, sie verleitete ihre Gegnerin immer wieder zu Fehlern. Wie auch im vierten. 3:0 für Böblingen, da war Mitsuki Yoshidas Niederlage gegen Kristin Lang zu verkraften. Yoshida holte sich den dritten Satz mit 11:9. Auch im vierten sah sie lange gut aus, hatte aber am Ende Pech mit zwei Netzrollern Langs.

Rosalia Behringer war gegen Angstgegnerin Anastasia Bondareva mehr im Angriff als in der Abwehr. Es kam zum fünften Satz, der stand auf des Messers Schneide. Die Böblingerin hatte beim 10:8 zwei Matchbälle, doch Bondareva hatte beim 10:12 das bessere Ende für sich. Immernoch 3:2 für die SVB, doch danach wollte gar nichts mehr gelingen. Vier Partien in Serie gingen mit 3:0-Sätzen an Kolbermoor. Zuerst war es Annett Kaufmann, die gegen Svetlana Ganina überfordert war. Böblingens 13-Jährige spielte zu wild und ungeduldig gegen die erfahrene Abwehrspielerin.
Dann das Spitzeneinzel Qianhong Gotsch gegen Kristin Lang. 11:9 der erste Satz für Lang, weil sie schön anzuschauende Topspins zog und gnadenlos verwandelte. So auch im zweiten, wenn es beim 8:11 auch wieder nur Nuancen waren. Auch im dritten Satz fehlte bei Hongi nur eine Kleinigkeit: 10:12. Ein 0:3 gegen Kristin Lang, wie vor Jahresfrist an gleicher Stelle. Mitsuki Yoshida machte es gegen Lily Zhang nicht besser. Rosalia Behringer und Svetlana Ganina legten es offensichtlich auf ein Zeitspiel an. Minutenlang wurde der Ball hin- und hergeschupft. Bereits nach sechs gespielten Bällen, beim 2:4 aus Behringers Sicht, war die 10-Minuten-Grenze erreicht. Im nachfolgenden „Spiel nach der Wechselmethode“, wie es offiziell heißt, war Svetlana Ganina einfach cleverer.

„Für uns war das Endergebnis etwas enttäuschend nach dem guten Auftakt. Aber so ist der Sport. Wir müssen unsere Punkte gegen den Abstieg gegen andere Teams holen“, kommentierte SVB-Manager Frank Tartsch. „Schade. Das 2:0 in den Doppeln war tierisch gut. Da sah es gegen den Favoriten nach einer Überraschung aus“, ergänzte Co-Trainerin Evelyn Simon.

Die Ergebnisse (SVB zuerst genannt): Gotsch/Behringer – Lang/Zhang 3:1, Yoshida/Annett Kaufmann – Ganina/Bondareva 3:2, Gotsch – Zhang 3:1, Yoshida – Lang 1:3, Behringer – Bondareva 2:3, Annett Kaufmann – Ganina 0:3, Gotsch – Lang 0:3, Yoshida – Zhang 0:3, Behringer – Ganina 0:3.
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