Nichts zu holen in Berlin
Rosalia Behringer (Foto: Volker Arnold)

Nichts zu holen in Berlin

Da war nichts zu holen. Mit 2:6 unterlagen die Tischtennis-Frauen der SV Böblingen beim verlustpunktlosen deutschen Abonnementsmeister TTC Berlin Eastside. Ein Trost für den jetzt Tabellensechsten: Kein Berliner Saisonsieg war bisher knapper als 6:2.

Der TTC Eastside gönnte seinen Stars Yu Fu, Georgina Pota und Matilda Ekholm eine Pause und brachte stattdessen Kathrin Mühlbach und Spielertrainerin Irina Palina. Trotzdem reichte es vor nur 70 Zuschauern zu einer Berliner 3:1-Führung zur Pause. Gotsch/Behringer, das erfolgreichste Doppel der Bundesliga, brachte die SV Böblingen gegen Mühlbach/Palina in Führung. Postwendend dafür der Ausgleich durch Shan/Mittelham, dem zweitbesten Liga-Doppel. Dann hatte Shan Xiaona, die bei den von den Chinesinnen dominierten German Open in der ersten Hauptrunde ausschied, im ersten Einzel gegen Böblingens Mitsuki Yoshida erwartungsgemäß keine Probleme. Überraschend dagegen, dass Nina Mittelham, bei den German Open schon in der Qualifikation gescheitert, die SVB-Nummer eins Qianhong Gotsch genauso deutlich überrollte. „Nina hat sich im letzten halben Jahr sehr positiv entwickelt. Heute hat sie, wie schon in der Vorrunde, gegen Hongi taktisch ausgezeichnet gespielt, da war nichts zu machen“, lobte SVB-Manager Frank Tartsch die Gegnerin.
Alexandra Kaufmann verlor den ersten Satz knapp gegen Kathrin Mühlbach, holte sich den zweiten, konnte dann aber nicht mehr zulegen. Rosalia Behringer spielte eine überlegte Partie gegen Berlins Irina Palina und schnappte sich die ersten beiden Sätze. Wobei es bald zur Wechselmethode kam, auch Zeitspiel genannt. Auch der entscheidende dritte Satz ging an die SVB-Spielerin nach einer epischen Verlängerung mit 16:14, gut gemacht. Qianhong Gotsch zeigte sich im Duell der Ex-Europameisterinnen gegen Shan Xiaona deutlich verbessert und führte schnell 7:3. Sie konnte aber den Satz nicht heimbringen, er endete ebenfalls mit 16:14, aber zugunsten der Berlinerin. Auch der zweite Satz ging an Shan, den dritten holte sich dafür Qianhong Gotsch nach hartem Kampf mit 14:12. Es war nicht die Wende, der vierte war eine klare Sache für die Berliner Penholderspielerin. Mitsuki Yoshida hatte eine lichte Phase gegen Nina Mittelham. Es war, als sie im zweiten Satz einen 5:0-Blitzstart hinlegte. Davor und danach dominierte die Nationalspielerin von Eastside.
Die Ergebnisse (Berlin zuerst genannt): Mühlbach/Palina – Gotsch/Behringer 0:3, Shan/Mittelham – Yoshida/Alexandra Kaufmann 3:0, Shan – Yoshida 3:0, Mittelham – Gotsch 3:0, Mühlbach – Alexandra Kaufmann 3:1, Palina – Behringer 0:3, Shan – Gotsch 3:1, Mittelham – Yoshida 3:0.

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